Fazit nach 3 Jahren

Halli Hallo pünktlich zum Ende des Schuljahres melde ich mich mal wieder. Diesmal noch nicht ganz vom Flughafen, jedoch mal wieder am Ende eines spannenden Schuljahres. Ich möchte ein Fazit nach 3 Jahren Kairo und 3 Jahren Leben als Lehrer ziehen und gegebenenfalls einen Einblick auf die Planungen für die Zukunft geben. Also drei, zwo – Risikooooo. 

Das dritte Jahr hatte einiges zu bieten. Von anfänglicher Begeisterung zumindest wieder ein wenig normalen Unterricht zu haben, über Abiturstress bis hin zu Kopfrechenwettbewerben war alles dabei. Leider verflog die Anfangseuphorie sehr schnell, denn am Ende waren es doch nur 6 bis 7 Wochen, in denen ich in diesem Jahr vor einer Klasse stehen durfte. Der Rest war online. Und auch wenn wir, im Vergleich zu den meisten Schulen in Deutschland, sicherlich eine sehr gute digitale Struktur besitzen, muss ich sagen, dass online am Ende doch dann wirklich nur beschissen ist. Also so richtig beschissen. Es hat im Prinzip nichts mehr mit unterrichten zu tun, sondern lässt sich maximal als Beschäftigungstherapie bezeichnen. Am Ende hat es aber gezeigt, dass ich bei aller Technikaffinität, absolut nicht für so einen Job geschaffen bin. Nun hoffe ich inständig, ab dem nächsten Jahr wieder mehr vor Klassen stehen zu können. 

Im Allgemeinen ist unterrichten ja immer noch das was mir Spaß macht, auch wenn dieses Schuljahr sicherlich auch einige Momente dabei hatte, die nun weniger Spaß gemacht haben. Aber aus überzeugter Optimist, bin ich der Meinung, es kann ja nur besser werden. Und im dritten Jahr habe ich nun auch endlich Phasen erlebt, wo sich die Arbeit der letzten Jahre langsam bezahlt macht. Und ich bin sehr optimistisch davon im nächsten Jahr noch mehr zu spüren, da ich dann zum ersten Mal nur Klassen habe, die ich bereits unterrichtet habe. Und durch meine digitale Unterrichtsvorbereitungen, hoffe ich, endlich mal viel Zeit bei der Planung einzusparen. Aber mal schauen wie das wird. 

Dafür bietet sich im nächsten Jahr eventuell die Möglichkeit einen neue Funktion in der Schule zu übernehmen. Aber da dies noch nicht ganz sicher ist, will ich hier noch keine Gerüchte verbreiten. Dies könnte aber eine schöne Veredlung meines vermutlich letzten Jahres in Kairo und an der DEO sein. Jap, nur noch ein Jahr. Dann war ich 4 Jahre in Ägypten und an der DEO. So aufgeschrieben, wirkt es ein wenig surreal. Einige werden sich sicherlich fragen, warum ich gehe. Die Antwort darauf ist nicht ganz so einfach, denke ich. Aber in diesem Jahr und vor allem in den letzten Monaten habe ich gemerkt, wie ich wieder eine neue Herausforderung möchte. Ich bin mir nicht ganz sicher wo dieser Trieb herkommt, in meiner eigenen Schulzeit, war er auf alle Fälle noch nicht erkennbar. Aber etwas in mir will wieder was neues. Aber vielleicht passt das auch ganz gut zu mir, denn als kleiner Junge wollte ich immer jeden Beruf immer nur zwei, drei Jahre machen und dann einen neuen ausprobieren. Vielleicht ist das nun die erwachsenen Umsetzung von dem kindlichen Ziel. 

Prinzipiell will ich auch Lehrer bleiben, aber ich möchte bevor ich in den deutschen Schuldienst einsteige noch was anderes machen. Zum Einen steht ein größerer Urlaub mit meinem Bruder an. Zum Anderen möchte ich mal etwas ganz anderes machen. Also nichts mit Schule oder so. Aber mal schauen, bevor ich hier große Töne spucke, schaue ich erstmal ob es überhaupt realisierbar ist. Darum wer fleißig weiterliest, erfährt dann vielleicht was als nächstes so kommt. 

Jetzt freue ich mich erstmal auf die anstehenden Sommerferien und all den Freuden, die diese mit sich bringen werden: Frische Luft, Natur, Zeltererlebnisse, Sallertastische Olympiaden, Festivals usw. Also erwartet nicht so viel den Sommer über. Aber eigentlich habe ich ja auch nie etwas dafür getan, dass ihr viel von diesem Blog erwarten könntet. Also ich wünsche den 13,5 Lesern einen schönen Sommer und ich verspreche, mich nochmal zu melden 😀 

Hinterlasse einen Kommentar