Der Beginn eines Endes

Hey Ho. Jap, ich lebe noch. Ich habe nur eine sehr ausgedehnte Sommerpause genommen dieses Jahr. Auf meinen Fahrradtouren war auch keine Zeit, mal etwas zu schreiben. Jetzt in Quarantäne habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mich mal wieder meinem Blog gewidmet. Und wie der Titel es schon sagt, geht es um den Beginn eines Endes. Also viel Spaß beim Lesen. 

Also wie bereits erwähnt, befinde ich mich mal wieder in Isolation. Diesmal da ich selbst die Symptome entwickelt habe. Zwei bis drei anstrengende Tage und seitdem geht es mir eigentlich wieder gut. Und die Langeweile ist unfassbar. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich nun im Sommer schon anfange zu stricken. Ich glaube, morgen sind die Stricknadeln fällig. Aber was meine Verzweiflung noch besser beschreibt, ist die Tatsache, dass ich meinen Computer neu strukturiere. Also eine einheitlich Ordnerstruktur und aussortieren von sinnlosen Dokumenten. Welcher Zwangsneurotiker würde sowas freiwillig machen? Aber es stellt meinen inneren Monk sehr zufrieden, dass nun alles einheitlicher ist. 

In der Schule sind wir mittlerweile in der dritten Woche und nächste Woche stehen schon wieder Ferien an. Das klingt jetzt wieder typisch Lehrer, aber ich versuche gar nicht erst eine Diskussion aufzumachen, dass die Ferien eindeutig verdient sind. Das interessante ist die Tatsache, dass es ja nun mein letztes Jahr ist (jap, es ist safe). Dies macht manche Dinge echt merkwürdig, da man weiß, dass man dies nun mit Sicherheit zum Letzten Mal macht. Das kann von kleinen Dingen reichen bis zu größeren, wie die letzte eigene ägyptische Klasse. Und es ist auch anders als damals, als klar war, dass ich nach Kairo gehe. Denn damals war ja immer klar, dass ich nochmal wieder zurückkomme. Jetzt kann ich das nicht mit Sicherheit sagen. Damit fängt man echt manchmal an, über alles nachzudenken.

Was mir dabei hilft ist, sind die Planungen für mein Jahr nach Kairo. Diese habe ich in den letzten Tagen intensiviert. Und diese bereiten mir echt Vorfreude auf das was da hoffentlich kommen wird. Aber auch hier halte ich es mal so wie ich es immer mache, erst wenn die Dinge sicher sind, schreibe ich darüber. Aber es wird sich auf alle Fälle lohnen, dranzubleiben. Ich verspreche es euch.  

In den letzten Wochen und Tagen habe ich mal wieder gemerkt, wie viele schöne Seiten das Leben hier hat. Zum einen hatte ich für eine Woche Besuch aus Deutschland da und habe halbtags als Tourguide für Kairo gearbeitet. Dabei bin ich mal wieder an all die schönen Orte hier gekommen. Was echt angenehm war. Zum anderen als ich wegen COVID zu Hause bleiben musste, habe ich echt viele Nachrichten von Kollegen und Schülern bekommen. Auch von Schülern, die ich gar nicht mehr unterrichte. Das macht das oben beschriebene dritte Jahr auf eine gewisse Art leichter, aber gleichzeitig auch wieder schwieriger. So das soll es erstmal wieder gewesen sein. Ich glaube, ich habe einen Blogeintrag noch nie so schnell geschrieben wie diesen. Ich gelobe – wie immer – dass ich mich schnell wieder melde. Ich laufe bald einen Halbmarathon, da kann ich meinen Laufberichten wieder nachkommen, auch wenn ich dafür Kritik einstecken muss. Also bis bald. 

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