Endlich schaffe ich es mal mich nicht erst nach 3 Monden wieder zu melden. Vielleicht wird es dann doch noch eine gewisse Beständigkeit hier geben. Aber ich möchte nicht zu viele Hoffnungen machen. Hier wieder ein unfassbar guter, fesselnd geschriebener und total amüsanter Beitrag.
Hinter mir liegen 2 Wochen mit Abiturprüfungen. Zum Glück nicht mehr meine eigenen, aber immerhin hatte ich dann doch recht viel damit zu tun. Im Kollegium bin ich wieder als der Herr der Uhren bekannt. Eine unfassbar große große Bürde. Die Verantwortung, die man da schultern muss, ist schon nicht so ohne. Jetzt fragt ihr euch sicherlich, was haben Uhren mit Abiturprüfungen zu tun. Bei uns ist es so, dass es in unserem tollen und ganz neuen Oberstufenbau in den Räumen keine analogen Uhren mehr gibt. Was natürlich ein wenig ungünstig ist, wenn Klausuren oder Prüfungen geschrieben werden. Lösung: Wir nehmen einen Lehrer hängen ihm im Flavor-Flave-Style eine riesige Uhr um den Hals und er soll durch die Prüfungsräume gehen. Ganz einfache und effiziente Lösung. Und von daher der Name: der Herr der Uhren. Manchmal bin ich dann auch im Gollum-Style durch die Räume geschlichen und habe gesungen: „Auf den Tisch, kommt heut ein Fisch, so saftig frisch“. Nein, so lief es selbstverständlich nicht. Auch wenn dies meinem täglichen Schrittziel nicht schlecht getan hätte. Vielmehr habe ich an den interaktiven Tafeln jeden Tag eine digitale aber analoge Uhr und einen Timer für die einzelnen Prüfungen eingestellt. Also alles halb so wild.
Wie im letzten Jahr habe ich es wieder geschafft junge Menschen derart für Mathe und Physik zu begeistern, dass sie freiwillig darin eine Abiturprüfung gemacht haben. Demzufolge durfte ich diese auch korrigieren (weniger spaßig). Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen und habe die Prüfungen auch selbst gerechnet. Ich muss sagen, ich bin recht zufrieden mit den Ergebnissen. 😉 Worauf ich aber tatsächlich stolz bin: Im ersten Jahr, in dem ich eine 12. Klasse hatte, hatte ich einen Prüfling für die schriftliche Prüfung, im zweiten Jahr waren es dann schon zwei und jetzt im dritten Jahr waren es sogar 4. Dieses perfekte exponentielle Wachstum würde dazu führen, dass ich es spätestens in 5 Jahren dazu bringen würde, dass alle AbiturientInnen Physikprüfung machen. Aber wie bereits mehrmals erwähnt, ist schon dieses Jahr für mich Schluss an der DEO.
Apropos DEO verlassen: Mittlerweile habe ich nun die erste Schritten getätigt, um meine Zeit nach der DEO zu gestalten. Zumindest für das erste Jahr danach. Dieses soll ein Jahr mit verschiedenen Projekten werden. Ich bin immer noch optimistisch, dass alles so laufen wird, wie ich es mir vorstelle. Für zwei Parts des Jahres habe ich bereits meine Bewerbung gestartet. Dabei war jeweils ein Motivationsschreiben gefordert. Ich muss sagen, dass das Erstellen dieser echt ein unfassbar anstrengender Prozess ist. Aber auf der anderen Seite war es auch furchtbar interessant, sich wirklich darüber Gedanken zu machen, warum man das eigentlich machen will. Das hat dann dazu geführt, die Planung nochmal komplett in Frage zu stellen. Wenn auch nur für kurze Zeit. Aber ich glaube diese Zweifel sind auch ein Stück weit normal. Immerhin ist dies wieder eine Entscheidung, die Minimum ein Jahr meines Lebens beeinflussen wird. Und nicht die Frage ob ich heute die gestreifte oder karierte Unterhose anziehe. (Ja, ich habe beides.)
Wer wissen will, was für das nächste Jahr geplant ist, muss sich bis zum nächsten Eintrag gedulden. Denn dann werde ich dieses Geheimnis lüften. Wenn ich gut bin, dann sicherlich schon nächste Woche.