Erste Eindrücke aus Kapstadt

Halli hallo. Ich melde mich nun das erste Mal mit ein paar Neuigkeiten aus Kapstadt über Kapstadt. Darum aufgepasst und zugehört, was alles so tolles passiert ist. Ich werde einfach ein wenig chronologisch vorgehen und dann mal schauen, ab wann ich keine Lust mehr habe und den Rest auf später verschieben. 

Also beginnen wir einfach mal bei der Reise nach Kapstadt aufgrund von verschiedenen ungünstigen Faktoren war meine Reisedauer planmäßig 26 Stunden. Jap, das war sehr nervig. Das Problem war hauptsächlich, dass es keinen bezahlbaren Direktflug aus Deutschland gab und zusätzlich, dass der Direktflug aus Amsterdam teurer war als ein Flug von Berlin über Amsterdam nach Kapstadt. Aber darüber habe ich mich ja bereits beschwert. 

Als ich dann endlich in Kapstadt gelandet bin, nach einem großen Fantastische-Tierwesen-Marathon (Gewagte These: Fantastische-Tierwesen-Filme sind besser als Harry-Potter-Filme. Prove me wrong!). Nachdem ich dann endlich die lange Warteschleife an der Passkontrolle überstanden hatte und mit der Frage: „Are you a Bodybuilder?“ begrüßt wurde, was natürlich ein durchaus berechtigte Frage ist, war auch sofort mein Rucksack da. Nun kam der erste spannende Moment. Ich sollte am Flughafen abgeholt werden. Erkennbar sollte ich durch ein rotes T-shirt sein, welches ich von der Agentur bekommen habe. Da es aber sehr kalt war am Flughafen wollte ich nicht im T-Shirt laufen, da schon der Flieger ein Kühlschrank war und mir sehr kalt war. Aber zum Glück reichte es aus, dass T-Shirt an den Rucksack zu binden. Ich wurde dann gleich von dem Betreuer begrüßt. Und dieser fuhr mich zu meiner ersten Unterkunft in Kapstadt. Diese war ein großes Volunteerhaus, wo insgesamt 14 Freiwillige unterbracht waren. Hier sollte ich aber nur für zwei Tage bleiben und dann erst zu meiner eigentlichen Unterkunft gebracht werden, in welcher ich den Rest meiner Zeit hier verbringen soll. Am nächsten Vormittag habe ich dann ein kurzes Briefing bekommen über Kapstadt und was man so wissen sollte. Gleichzeitig habe ich auch eine südafrikanische SIM-Karte erhalten. Ich verzichte mal darauf, meine Nummer zu aktualisieren, sondern beschweren sich nur wieder alle über die Anzahl meiner Nummern oder vergessen meine Nummer zu aktualisieren. In dem Briefing ging es um allgemeine Dinge und gewisse Sicherheitshinweise für das Leben hier. Da ja Kapstadt, beziehungsweise Städte in Südafrika ja einen gewissen Ruf besitzen. Ich gehe bestimmt später oder in einem kommenden Beitrag nochmals darauf ein. Ich habe da auch erfahren, dass ich am Montag in meinem Projekt starte. Somit hatte ich dann Freitag und Samstag zur freien Verfügung und Sonntag sollte dann der Umzug nach Strand erfolgen. Und es heißt so, weil ich wirklich direkt am Strand lebe. Und von meinem Balkon aus direkt auf den Ozean blicken kann. 

In den beiden Tagen habe ich dann nicht mehr so viel gemacht. Den ersten Tag bin ich in eine Boulderhalle gegangen, die ziemlich gut war. Am nächsten Tag habe ich mich entschieden eine Bustour, ja ich weiß ein wenig tourimäßig, zu machen, die jeder sehr empfohlen hatte. Nach der Tour wusste ich auch wieso. Die Tour war echt schön. Beziehungsweise, dass was sie von Kapstadt gezeigt hat, war sehr schön. Prinzipiell erinnert mich die Stadt ein wenig an amerikanische Städte, jedoch schöner oder abwechslungsreicher auf alle Fälle. Und natürlich sind der Tablemountain und Lion’s Head unfassbar schön und ergeben gemeinsam mit dem Ozean, eine traumhafte Szenerie ab. Und allein der Ausblick von der Talstation zum Lift für Tablemountain war unfassbar schön. Später sind wir dann durch die Reichenviertel gefahren. Die dann wirklich sehr krass waren, die Promenade hatte dann schon etwas sehr dekadentes, so wie die viele Villen ebenfalls. Mein Eindruck in den ersten Tagen hier ist ähnlich zu dem in Ägypten, es scheint auch hier einen sehr großen Unterschied zwischen arm und reich zu geben. Und das die Reichen hier schon ein sehr dekadentes Leben führen können. 

Nach der Bustour habe ich noch ein Kletteragentur besucht, die verschiedene Outdoortouren anbietet um mich bei denen zu erkundigen, wie das alles läuft. Und dem Projekt dem Tablemountain hochzuklettern steht eigentlich nicht mehr so viel im Weg. Aber bevor ich das angehe, möchte ich noch ein wenig meine Skills so verbessern. Und dann werde ich glaube viele meiner freien Tage dafür nutzen um ein wenig Outdoor zu klettern. Daran habe ich dann gleich noch ein wenig Training für dieses Projekt angeschlossen und war ein wenig klettern. 

Der Sonntag beinhaltete dann eigentlich nur den Umzug in meine neue Unterkunft. Diese befindet sich ungefähr 40 km vom Zentrum von Kapstadt entfernt. Aber immer noch im Großraumgebiet von Kapstadt. In meiner neuen Unterkunft bin ich nur 5 km von meiner Gepardenfarm entfernt. So dass ich nicht jeden Tag 35 km pendeln muss. Der Ort hier ist sehr angenehm so weit ich das bisher beurteilen kann. Und naja der Blick auf den Ozean ist schon nicht so schlecht. Auch hat man hier auch ein schönes Bergpanorama im Hintergrund. Es könnte also deutlich schlechter sein.

Da der Beitrag schon wieder zu lang wird, möchte ich nur mal ein erstes Statement zu der Sicherheit abgeben. Als ich hier herkam war mir ja durchaus bewusst welchen Ruf Südafrika hat. Und auch die Sicherheitshinweise verschärften dies auch nochmal. Bisher hatte ich aber noch nie das Gefühl, dass ich in einer gefährlichen Situation bin. Okay ich taste mich auch gerade erst langsam ran, an das was machbar ist. Aber die Horrorgeschichten, die ich so gehört habe, kann ich bisher absolut nicht bestätigen. Und ich war nun auch schon einige Male in der Stadt unterwegs. Was jedoch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, ist die Tatsache, dass alle Häuser eine Mauer haben und alles immer doppelt und dreifach gesichert ist. Das ist schon ein wenig komisch zu sehen manchmal. Auch das viele Sicherheitspersonal überall erinnert stark an Kairo, nur dass sie hier ein wenig professioneller wirken. Aber aktuell muss ich sagen, fühle ich mich durchaus so sicher wie in jeder europäischen Großstadt. Ich hoffe, das wird auch so bleiben. 

Im nächsten Eintrag werde ich euch ein wenig von meinem Freiwilligenprojekt und meiner Arbeit da erklären. Also bis dahin 🙂 

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