Diese Frage habe ich mir vor geraumer Zeit öfters mal gestellt. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Abneigung gegen Whiskey besitze, somit kann die Frage keine Getränkefrage gewesen sein. Viel eher steht diese Frage in Verbindung mit meinem Kiliprojekt. Wie das? Das versuche ich in diesem Eintrag zu erklären.
Eine der ersten Fragen, die sich jeder stellen muss, der den Kili besteigen muss, ist die der Route. Den es gibt insgesamt 6 offizielle Routen zum Uhuru Peak, dem höchsten Punkt des Kilimanjaro. Die Routen haben die folgenden Namen:
- Marangu Route
- Machame Route
- Rongai Route
- Umbwe Route
- Lemosho Route
- Shira Route
Bevor ich auf die einzelnen Routen eingehe, kommt noch hinzu, dass man die Anzahl der Tage festlegen muss, die man auf der Route verbringen will, denn jede Route bietet eine unterschiedliche Anzahl an Tagen, die man am Berg verbringt.
Im folgenden möchte ich kurz die Überlegungen vorstellen, die jemand anstellen sollte um eine gut überlegte Entscheidung zu treffen. Und im Anschluss dann meine (weniger empfehlenswerte) Überlegungen. Wenn man sich für eine Route und Dauer entscheidet ist vermutlich das wichtige Kriterium für einen Erstbesteiger die Erfolgsquote für das Erreichen des Gipfels. Wie bereits im letzten Kilibeitrag beschrieben gibt es verschiedene Faktoren, die einen daran hindern können, den Gipfel zu erreichen, aber hauptsächlich ist es die Höhenkrankheit. Um diese zu vermeiden sollte man sich bestmöglich akklimatisieren. Am einfachsten geht dies dadurch, dass man möglichst langsam nach oben steigt, so dass sich der Körper an den fehlenden Sauerstoff gewöhnt. Also ist es immer eine gute Idee die längstmögliche Dauer, die eine Route bietet, zu wählen, um den Körper die Zeit zu geben. Das bietet auch den Vorteil, dass man kürzere Distanzen am Tag schaffen muss. Eine zweite Regel, die ich nun öfters gelesen habe: Walk high, sleep low. Also die Übernachtungen sollten möglich weit unten sein, damit man ausreichend Schlaf gewinnen kann. Und tagsüber sollte man immer mal wieder in höhere Höhen vorstoßen, um den Körper langsam vorzubereiten.
Ansonsten gibt es natürlich noch viele weitere Faktoren, die man nach persönlicher Vorliebe betrachten kann. Wichtig scheint natürlich noch die Anzahl der Menschen, die die jeweilige Route wählen. Dabei ist die Machame Route die beliebteste mit etwa 20000 Menschen im Jahr (55 pro Tag). Die Route, welche am wenigsten gewählt wird, da sie die schwerste ist und wenig Akklimatisierung bietet: Umbwe-Route mit nur 600 Menschen pro Jahr.
Dies wären alles Gedanken gewesen, die man sicherlich bedenken sollte. Aber das waren weniger die Fragen, die ich mir gestellt habe. Meine Entscheidung basierte auf die Frage, welche Route den besten Blick bietet. Und da habe ich sehr viel positives über die Lemosho Route gelesen. Also habe ich diese gewählt. Als Zeitraum habe ich 7 Tage gewählt, weil ich nichts anderes in meinem Zeitfenster gefunden habe. Somit waren die beiden Fragen relativ schnell geklärt. Die Lemosho Route ist die längste Route, um zum Peak zu gelangen. Insgesamt liegen 46 km bis zum Gipfel und 66 km insgesamt vor mir. Gestartet wird im Regenwald und dann geht es langsam aber stetig bergauf. Auch jetzt, nach ausführlicher Recherche, bin ich immer noch optimistisch, dass ich bei der Routenwahl eine gute Entscheidung getroffen habe. Aber lassen wir uns überraschen.
So nun spannen wir den Bogen zurück zur Überschrift, was da hat das alles mit Coca Cola oder Whiskey zu tun? Ganz einfach, die Marangu Route ist auch bekannt als Coca Cola Route. Erklärung dazu: Bei dieser Route schläft man in Hütten und bekommt an den Hütten jeweils eine Cola. Die Machame Route ist die Whiskey Route, da sie als schwieriger gilt als die Marangu Route, aber es gibt anscheinend keinen Whiskey an den Zelten. Somit habe ich mich also für die dritte Option, etwas anderes entschieden.
So das soll es mal wieder gewesen sein. Das nächste Mal schreibe ich bestimmt wieder mal wieder über Südafrika und meine Zeit hier. Bis bald also.