Start: High Camp 3950 Höhenmeter
Ziel: Mweka Gate 1640 Höhenmeter
Angegebene Distanz: 13,5 km
Tatsächliche Distanz: ?? km
Angegebene Zeit: 6 Stunden
Benötigte Zeit: 4,5 Stunden
Wir starten am Abend von der Gipfelnacht. Bakari und Alfons kommen zur allabendlichen Lagebesprechung in mein Zelt. Da wir nun immer noch einen Tag Vorsprung haben gegenüber unserer eigentlich geplanten Route, ergeben sich zwei Möglichkeiten für die weitere Reise. Möglichkeit 1 wäre, morgen bis zum Mweka Camp zu wandern und dort dann die letzte Nacht zu verbringen. Dies Camp befindet sich aber nur knapp 1,5 h entfernt, womit dieser Tag dann doch recht albern wäre. Darum haben wir uns für die zweite Variante entschieden: einfach einen Tag eher aufhören und schon am nächsten Tag zurück nach Moshi zu gehen. Das erklärt dann auch die vorzeitige Rückkehr.
Somit war auch klar, dass die Trinkgeldübergabe am nächsten Tag stattfindet. Das war eine meiner größten Sorgen während der letzten Tage. Hatte ich mich vor meiner Reise auf verschiedensten Seiten darüber belesen, mit unterschiedlichsten Bemerkungen darüber, wie hoch das Trinkgeld ist. Von Faustregeln von 10% des Preises für die Reise bis hin zu konkreten Preisspannen für alle Leute. Im Zelt erklärte mir Bakari dann die Umfänge des Trinkgeldes die erwartet werden: 20€ pro Tag für den Guide, 15€ pro Tag für den Koch und 10€ pro Tag für jeden Porter. Prinzipiell hatte ich damit auch gerechnet. Dann kam aber das Problem, dass ich ja mehr Porter hatte, als ich mit gerechnet hatte. Mein Vorteil aber, ich habe einen Tag Trinkgeld gespart, was natürlich wieder perfekt war. Somit konnte ich genau die Erwartungen erfüllen und etwas extra für Yoma, den Waiter und einen Bonus für Alfons, da er mit auf dem Gipfel war. Somit war eigentlich alles okay. Auch wenn die Übergabe etwas holprig verlaufen ist, war am Ende alles gut soweit, glaube ich.
Neben der Übergabe des Trinkgeldes habe ich mich auch entschieden, jedem der Crew ein Kleidungsstück zu schenken. Somit hatten Sie alle nicht nur das übliche Trinkgeld sondern auch noch etwas, was sie die nächsten Male am Kili nutzen können. Es ergaben sich die folgenden Kombinationen: Alfons bekam die dicken Handschuhe, da er selbst in der Gipfelnacht keine hatte, Syrill bekam den Liner für den Schlafsack, da er einen sehr schlechten Schlafsack hat, Yoma die Snowboardhose von der Gipfelnacht, Moyo einen Fleecepullover, Abdina eine Thermoshirt, David eine Thermoleggins und Bakari den Regenponccho. Somit waren alle glücklich am Ende. Also hoffe ich zumindest.
Der Rest der Wanderung war dann relativ einfach und schnell erklärt. Es ging bergab. Permanent und ich war froh, dass ich wieder mit den Gehstöcken unterwegs war. So war es gar nicht so anstrengend und meine große angst vor dem nach untern kommen war nicht begründet. Am Ende der Strecke war ich dann einfach nur glücklich, dass ich erstmal für ein paar Tage nicht mehr meine Wanderschuhe tragen muss.
Und nach 4,5 Stunden kamen wir dann endlich am Gate an. Dort habe ich dann noch meine Urkunde bekommen, die mir die Besteigung bestätigt. Und dann ging es mit dem Bus zurück ins Hotel.
So das soll es dann auch schon gewesen sein. Vermutlich schreibe ich irwann noch eine Zusammenfassung meiner Zeit am Kili aber mal schauen. Jetzt werde ich erstmal meine Zeit in Deutschland genießen. Also bis bald.