Hey und schon wieder ich. Zwei Monate Nichts und dann gleich zwei Beiträge an einem Tag. Manchmal kommt mir mein Blog wie mein Leben als Student vor: Das ganze Semester nichts machen und dann im letzten Moment versuchen alles wieder aufzuholen und zu arbeiten wie ein Verrückter. Aber naja, so bleibt es zumindest ein wenig überraschend, wann es mal wieder was zu lesen gibt von mir. Diesmal möchte ich euch vorstellen, was ich im Moment mache.
Aktuell befinde ich mich im Damaraland in Namibia und arbeite bei EHRA im Freiwilligenprojekt mit. Nach meinem Urlaub in den USA, bin ich von Los Angeles über Frankfurt und Windhuk nach Swapokmund gereist; in einer entspannten Reisezeit von circa 40 Stunden. Danach ging es direkt am nächsten Tag in das Freiwilligenprojekt, das ich euch jetzt mal in den Grundzügen vorstelle und im Laufe der nächsten Wochen, dann mal genauer beschreibe. Also EHRA engagiert sich im Schutz der wilden Elefantenpopulation im Damaraland. Wie so oft ist der Mensch einer der größten Gefahren für diese Tiere. Da Elefanten weite Gebiete als ihr Territorium ansehen und viel wandern, gibt es ausreichend Begegnungen mit Farmen und Siedlungen. Aufgrund ihres Körperbaues sind Elefanten natürlich in der Lage relativ leicht großen Schaden anzurichten. Beispielsweise bei der Suche nach Wasser oder Nahrung. Wenn Sie dabei empfindlichen Schaden anrichten, kann sich eine Community bei den Behörden über einen Elefanten beschweren und dieser kann dann als Problemelefant eingestuft werden und es wird eine Erlaubnis versteigert, um diesen Elefanten zu schießen. Das Ziel von EHRA ist es dabei, dass es gar nicht so weit kommt. Dabei werden für die Dickhäuter separate Trinkwasserstellen gebaut und die Wasseranlagen für die Menschen elefantensicher gemacht. Dies bedeutet um die Solaranlagen mit der betriebenen Wasserpumpe werden Mauern gebaut, die eine Höhe von bis zu 1,90 m erreichen. Diese sollen die Elefanten davon abhalten Schaden anzurichten und als Problemfälle deklariert zu werden.
Das Freiwilligenprojekt ist im Zwei-Wochen-Zyklus aufgebaut. Dabei besteht eine Woche aus einer Bau-Woche und eine ist die Patrouillenwoche. In der ersten Woche bauen wir dabei eine Mauer. Diese wird hauptsächlich aus Steinen gebaut, die wir in der Gegend aufsammeln und dann mit Hilfe von Zement zu einer Mauer verbinden. Ich habe also meine handwerklichen Fertigkeiten um eine Facette bereichert. Also falls ihr bald mal Hilfe beim Mauerbau benötigt, ich bin euer Mann. In der zweiten Wochen, wird dann in eines der beiden Flusssysteme gefahren, um die Elefanten zu beobachten und zu schauen wie es Ihnen geht, wie sie sich verhalten und wohin sie sich bewegen. Diese Woche ist natürlich mit weniger Aktivität verbunden, was manchmal schwer sein kann. Aber dafür mit vielen Elefanten, was wiederum schöner ist.
Für mich persönlich ist natürlich das schönste der Aufenthalt in der Natur. Ich habe nun die letzten zwei Wochen fast ausschließlich unter freiem Himmel geschlafen und war den ganzen Tag draußen. Was kann es schöneres geben? Auch findet sich so auch immer ausreichend Zeit zum lesen und zum fotografieren. Darum findet ihr hier auch wieder ein paar visuelle Eindrücke.
Das soll es mal auch mal wieder gewesen sein. Ich melde mich demnächst noch ein wenig ausführlicher und berichte über meine Zeit hier in Namibia. Also bis bald.











