Hey Ho folks. Ich melde mich mal wieder hier in meinem Blog. Und das sogar nach so kurzer Zeit. Nachdem ich letztes Wochenende gleich zwei mal zugeschlagen habe, möchte ich heute nochmal schnell ein paar Gedanken loswerden. Aber dieses Mal nur einem Beitrag, nicht das ihr euch daran gewöhnt, so viele Beiträge von mir zu bekommen. Diesmal möchte ich einfach mal ein wenig über meine Wahrnehmungen hier in Namibia berichten.
Diese Eindrücke sind aber wirklich nur sehr spezifisch, einfach da ich noch nicht so viel von Namibia gesehen habe. Darum kann ich eigentlich nur ein wenig über Swapokmund berichten und wie das Leben dann in den weniger urbanen Regionen ist. Aber das ist ja immerhin mehr als nichts. Also fröhlich angefangen mit Swapok. Aber meine Erfahrungen sollen keinen kompletten Bericht über Namibia darstellen.
Auch wenn man hier ungefähr 10000 km von Deutschland entfernt ist, wird man hier doch recht deutlich an Deutschland erinnert. Angefangen von deutschen Straßennamen, über Biergärten, die auch so heißen oder Sportkneipen mit St. Pauli Motto. Das ist schon ein wenig interessant. Aber manchmal auch ganz lustig. Auch wird hier noch erstaunlich viel deutsch gesprochen, was manchmal sehr überraschend kommt. Die Stadt an sich erinnert auch an Deutschland durch die Bauwerke. Ansonsten ist die Vielfalt der Menschen sehr faszinierend hier und es ist aktuell auch nicht so touristisch. Das könnte natürlich auch daran liegen, das aktuell keine Urlaubssaison hier ist.
Wenn wir dann in der Woche unterwegs sind, befinden wir uns im weniger stark besiedelten Land. Hauptsächlich halten wir uns dann im Damaraland auf irwo zwischen den Huab und Ugab-River. Da gibt es natürlich noch kleinere Städte beziehungsweise Ortschaften. Oder gegebenenfalls kleine Dörfer. Aber hauptsächlich sieht man da einfach einzelne Farmer. Leben die Menschen in den Ortschaften noch in normalen kleinen bis mittleren Häusern, sind es bei Dörfern oder Farmern dann doch meistens eher Hütten. Und diese sind nun nicht gerade groß. Bei den meisten frage ich mich, wie ich, wie da eine ganze Familie leben kann. Zumindest ist da nicht sehr viel Privatsphäre vorhanden. Und wenn man das sieht und dies mit dem Leben in Deutschland oder anderen westlichen Ländern vergleich, dann stellt man leicht fest, was für ein privilegiertes Leben man hat. Ich finde es sehr schwer vorstellbar wie ein Leben so aussieht. Aber ich glaube, die meisten Menschen brauchen auch keine Luxusgüter wie westliche Menschen es brauchen, da sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einfach arbeiten auf ihrer Farm um zu überleben. Es ist schon sehr merkwürdig dies zu sehen und das mit dem eigenen Leben zu vergleichen.
Abschließend noch zwei kleine Erfahrungen, die ich gemacht habe. Zu Erst wenn wir die Mauer bauen, dann befinden wir uns meistens in der Nähe von Farmern oder auch während der Patrouillenwoche, campen wir manchmal in der Nähe von Farmern. Damn kommen oft deren Hunde bei uns vorbei, um die Essensreste abzustauben. Diese Hunde sind immer unfassbar dünn und abgemagert. Die Erklärung ist recht einfach: Menschen zu versorgen geht vor der Tierversorgung. Nichtsdestotrotz macht mich das dann aber schon sehr traurig, diese Hunde so sehen zu müssen. Einer dieser Hunde ist uns dann die ganze Woche lang treu geblieben und hat auch direkt neben mir geschlafen und mich in der Nacht vor anderen Tieren beschützt. Ihr könnt sie links bei den Bildern sehen, diese habe ich übrigens gerade ein wenig überarbeitet.
Eine zweite interessante Erfahrung ereignete sich in einem Supermarkt in einem der größeren Ortschaften. Als ich an die Kasse kam um mein namibischen Almdudler zu bezahlen, standen vor mir zwei Frauen in traditioneller Stammeskleidung. Was Oberkörperfreiheit einbegreift. Dies war natürlich erstmal ein interessanter Anblick mit dem ich nicht gerechnet habe. Aber es hat iwie was lustiges oder keine Ahnung wie ich es beschreiben soll, aber es war interessant zu sehen wie diese Frauen sich dann eine Cola gekauft haben.
Okay das soll es dann auch mal wieder gewesen sein. Ich versuche mich nächste Woche wieder zu melden und kann euch dann noch ein wenig mehr vom Projekt und Namibia berichten. Ich wünsche euch einen schönen Abend und viel Spaß beim Lesen dieses Eintrages.