Vorfreude auf den Sommer

Merhaba. Mittlerweile spielt sich die Regelmäßigkeit meines Blogs anscheinend auf einen Monat ein. Wobei um ehrlich zu sein, die aktuelle Regelmäßigkeit entsteht dadurch: jemand fragt mich, wann ich denn mal wieder etwas schreibe. Vielleicht sollten mich Menschen einfach häufiger und schneller ansprechen, dann würde hier auch häufiger etwas geschrieben werden. Also der Fehler liegt somit viel weniger bei mir, sondern eindeutig bei den Anderen. Ich glaube, ich würde einen guten Politiker abgeben. Also viel Spaß beim Lesen dieses Eintrags.

Mittlerweile sind wir schon Mitte Mai, die letzte Runde an Klassenarbeiten und Klausuren werden geschrieben, die mündlichen Abiturprüfungen laufen und ich freue mich schon auf die kommenden Sommerferien. Das Schuljahr fliegt praktisch an mir vorbei. Jetzt ist vermutlich die letzte stressige Phase mit den nervigen Korrekturen, aber ansonsten ist die Arbeit immer noch sehr angenehm. An geeigneter Stelle, in einem zukünftigen Blogeintrag in x-Monaten, werde ich dann auch mal über mein erstes Schuljahr hier in Istanbul schreiben, aber dazu brauche ich noch ein wenig Abstand. So wie jedes lernende Kind und jede lehrende Person freue ich mich schon auf die kommenden Sommerferien. Ich möchte jetzt nicht so viele Personen neidisch machen, aber 10 Wochen frei ist schon ziemlich, ziemlich nice. Jetzt fragt ihr euch sicherlich, was man denn bitte mit 10 freien Wochen macht?! Antwort: Man fliegt kurz nach Deutschland, um dann mit dem Fahrrad wieder zurück nach Istanbul zu radeln. Ich glaube, an dieser Stelle verliere ich dann die meisten Lesenden, aber ich freue mich wirklich total darauf. Ich habe mich nun schon an einigen Tagen erwischt als ich mir abends dachte, jetzt an Stelle von ins Bett gehen, in einem Zelt (oder auch ohne) auf einem Campingplatz (oder eben auch irgendwo anders) zu schlafen, das wäre es. Keine Ahnung warum, aber das ist tatsächlich die Sache, worauf ich mich am meisten freue. Am Morgen nicht zu wissen, wo man abends schlafen wird. Aber auch die Tatsache jeden Tag draußen zu sein Fahrrad zu fahren. Oder auch laufen zu gehen an Tagen, an denen ich nicht fahre. Ich glaube nämlich, dass 8 Wochen ausreichend Zeit sind, um die 2000 km (mehr oder weniger) zu fahren, so dass ich auch noch zwischendurch andere schöne Dinge machen kann, wie Trailruns :D. Dieses Jahr möchte ich dann auch meine Fahrradtouringausrüstung weiter upgraden. Auf der Einkaufsliste stehen dieses Jahr ein richtiges Navigationsgerät/Boardcomputer sowie ein geeigneter Anhänger, um die notwendige Ausrüstung zu transportieren. Hier bin ich noch am recherchieren, was die besten Produkte für meine Zwecke sind. Also wer etwas empfehlen kann, ich bin ganz Ohr.

Also wie ihr seht, freue ich mich schon sehr auf die Sommerferien und meinen Urlaub. In der Zwischenzeit hatte ich dann hier in Istanbul auch Besuch bekommen und zwar von Freunden aus Kairo, mit denen ich gemeinsam an der DEO gearbeitet hatte. Diese waren dann in der letzten Woche über ihr langes Wochenende bei mir. Das spannendste war natürlich, dass ihre Reaktion auf Istanbul, so ziemlich die gleiche Reaktion von mir auf Istanbul war. Vermutlich war für sie der Kontrast noch deutlich krasser, da sie ja direkt aus Kairo gekommen sind. Ich hatte ja schon ein Jahr Abstand aus Kairo. Aber es war auch interessant, wie sehr sie, genauso wie ich, die Stille und Entspanntheit von Istanbul genossen haben. Mit dieser Wahrnehmung bin ich ja sonst eher allein. Aber ich denke, Kairo setzt einfach ganz andere Maßstäbe, in ganz vielen Dingen. Und auch wenn es vielleicht nicht immer perfekt und alles schön war, habe ich mal wieder festgestellt, wie wenig ich die Zeit, die ich in Kairo verbracht habe, missen will, da sie an so vielen Stellen einfach sehr lehrreich war und mich als Menschen in vielen Perspektiven (positiv) beeinflusst hat. Ich bin gespannt, ob Istanbul einen ähnlichen Effekt haben wird. Ich meine, die Veränderungen in Kairo sind ja hauptsächlich durch die anstrengenden Auseinandersetzungen mit den Umständen entstanden. Diese gibt es hier in Istanbul weniger. Aber mal schauen, ich denke, dass sind Dinge, die ich erst in einigen Jahren oder eventuell auch erst dann beurteilen kann, wenn ich bereits woanders bin.

Apropos woanders sein. Auch wenn ich gefühlt gerade erst angekommen bin in Istanbul, stellt sich ja bereits die Frage, wie geht es nach meinem ersten Vertrag weiter. Dieser geht ja zwei Jahre und vermutlich wird es bereits im ersten Halbjahr vom nächsten Schuljahr die Nachfrage vom Schulleiter geben, wie ich denn meine Zukunft plane. Denn er müsste sich ja gegebenfalls um Ersatz kümmern und wir wissen alle, welche rare und gefragte Typen Mathematik- und Physiklehrer sind. Um es metaphorisch auszudrücken: Physiklehrer sind das Äquivalent zu Mewtu in der roten oder blauen Edition bei Pokémon. Einfach sehr schwer zu bekommen. Und wenn man Pech hat bekommt am Ende eher ein Enton anstelle eines Mewtus. Ich glaube in der Pokemonwelt macht die Anapher keinen Sinn, aber auf der Lehrerebene vielleicht. Aber zurück zum eigentlichen Thema, wie es denn nach dem nächsten Schuljahr weiter gehen soll. Hier habe ich aktuell, ähnlich das Gefühl, wie bereits in Kairo, dass ich mich noch nicht bereit fühle Istanbul wieder zu verlassen und würde sagen, ich bleibe noch. Aber mal schauen, was die Zukunft so bringt. Meine Zeit in Kairo hat mir ja gelehrt, niemals so weit in die Zukunft zu schauen, da es zu viele unbekannte Variabeln gibt. Ich meine bei Pokémon hat man sich ja auch erstmal ein Raupi gefangen, um es zu Smetbo zu entwickeln und hat sich nicht gleich daran gemacht ein Karpador zu einem Garados zu entwickeln (auch wenn ich noch genau wüsste, wie man das macht :D)

So genug mit diesem Blogeintrag oder ich drifte komplett ab und schreibe nur noch über meine Pokemonerfahrungen. Dies würde meine Statistiken aber vermutlich nicht verbessern. Aber ich hätte sehr viel Spaß daran. Also bis mich wieder jemand anspricht, dass ich mal wieder etwas schreiben könnte

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