Hey Ho. Ich melde mich seit langer Zeit mal wieder aus Deutschland. Jedoch eigentlich relativ zeitnah nach meinem letzten Blogeintrag. Und dieses Mal wird es etwas ganz besonderes, etwas bisher nie dagewesenes geben. Also macht euch bereit für den wohl peinlichsten Blogeintrag meiner Karriere. Viel Spaß dabei.
Also wie ihr am Titel des Eintrags sicherlich lesen könnt, habe ich mittlerweile 100 Blogeinträge hier auf diesem Blog geschrieben. Und deshalb habe ich sehr lange überlegt, was für einen besonderen Eintrag ich zum 100. schreiben werde. Dabei habe ich mir tagelang den Kopf zerbrochen, was wohl am besten wäre. Bis ich dann am Flughafen war und es vergessen hatte und einfach den letzten Eintrag geschrieben habe. Also streng genommen ist dies der 101. Eintrag, aber er soll der 100. Eintrag sein. Also stellt euch einfach vor, der letzte Eintrag wäre nicht da gewesen. Und jetzt beginnt der Eintrag.
Für diesen 100. Eintrag hatte ich mir überlegt euch mit auf 4 Ereignisse in meinem Leben zunehmen, die besonders peinlich, aber auch besonders lustig waren (also Letzteres für andere Menschen und meistens weniger für mich). Also ich hoffe, ich kann die Situationen ausreichend gut beschreiben, damit ihr euch alles bildhaft vorstellen könnt.
Geschichte 1:
Wir schreiben das Jahr 2005. Ich, 15 Jahre alt. Mit der Familie auf dem Campingplatz in Göhren. Dieser hatte immer ein kleines Abendprogramm, das auf einer Bühne stattfand. Ein Abend war Karaokeabend. Ich hatte ein Mädchen, wir nennen sie ab sofort Sieglinde, kennengelernt, welches ich beeindrucken wollte (tolle Teenagerlogik). Als wir dann an besagten Karaokeabend saßen und uns die anderen Menschen auf der Bühne angeschaut haben, meinte Sieglinde, dass ich mich doch niemals trauen würde, da aufzutreten. Und so ein Satz zu einem Teenager zu sagen endet wohl immer darin, dass besagter Teenager, genau das probieren wird (Heutzutage funktioniert solch simple Logik natürlich überhaupt nicht mehr bei mir :D). Also habe ich mir die Liste, mit den zur Verfügung stehenden Songs geschnappt und mich an die Arbeit gemacht. Aus meinen bisherigen gesammelten Erfahrungen aus dem Musikunterricht wusste ich, dass ich weder mit einer bezaubernden Stimme noch mit der Fähigkeit Töne zu treffen punkten konnte. Also war klar, die Performance muss gewinnen. Des Weiteren hatte ich beobachtet, dass es um so leichter wird, wenn alle im Publikum den Song kennen und mitgrölen. Also waren mir zwei Dinge klar:
- Ich brauche einen Song, den alle Zuschauer kennen.
- Ich brauche einen Song, der Stimmung macht und alle mitsingen können, so dass man mich nicht hört
Aufgrund 2 war klar, ein deutscher Song muss her. Also blätterte ich durch und nach langem hin und her fand ich einen Song, der meiner Meinung nach die beiden Punkte 1 und 2 vollkommen erfüllte. Der Song war „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens. Es gab nur ein klitzekleines Problem an der Sache. Ich hätte meine Liste von oben noch um einen weiteren dritten Punkt ergänzen sollen:
3. Ich kenne den Song.
Leider tat ich das nicht. Also es kam wie es kommen musste, ich wurde aufgerufen, ging mit voller Überzeugung auf die Bühne und als der erste Ton gespielt wurde, erkannte ich, dass ich absolut null Ahnung von dem Lied habe und es zum ersten Mal höre. Und dann begannen die peinlichsten x Minuten meines Lebens (Ich wusste ja nicht, wie lange das Lied geht). Die Krönung meiner „Performance“ war, dass ich dachte, dass das Lied vorbei wäre und ich wollte die Bühne verlassen, als auf einmal das ganze Publikum brüllte, dass es noch weiter geht. Kurze Anmerkung: Der Song kam super an beim Publikum, also aus der Perspektive betrachtet, habe ich alles richtig gemacht. Nach gefühlt 4 Stunden war dann die Peinlichkeit auch vorbei und ich konnte mich wieder verkrümeln. Es gab nur ein kleines Problem. Es gab noch eine Siegerehrung zu der ich auf die Bühne musste. Also versuchte ich, so unauffällig wie möglich, da wieder auf die Bühne zu gehen. Aber auch diesmal ging mein Plan nicht auf. Ich hatte anscheinend so schlecht performt, dass es schon wieder gut war. Und ich bekam tobenden Applaus, der darin endete, dass ich am Ende den zweiten Platz belegt habe. Zum Glück bin ich nicht Erster geworden, denn dann hätte ich nochmal auftreten müssen und ich bezweifle, dass meine Performance besser gewesen wäre.
Ich habe für meinen zweiten Platz Kinogutscheine gewonnen. Des Weiteren hat mir der Auftritt eine gewisse Wiedererkennung eingebracht, denn ab sofort wurde ich auf dem gesamten Campingplatz nur noch „Aber bitte mit Sahne“ angesprochen. Als wir dann ein Jahr später wieder auf dem Campingplatz waren, gab es keine Karaokeabende mehr. Auf die Nachfrage wieso, wurde mir gesagt, dass es wohl im letzten Jahr jemanden gab, der so schlecht war, dass ihn dann alle Leute auf dem Campingplatz darauf angesprochen hätten. Ich lasse dies einfach mal unkommentiert stehen und jeder darf sich sein eigenes Bild machen.
Da der Eintrag sowieso schon zu lang ist, gibt es die weiteren Geschichten später. Aber nur unter der Bedingung, dass dieser Eintrag 100 Likes und mindestens 1000 Kommentare erhält. Nein Spaß beiseite, ich hoffe ihr hattet genau so viel Spaß beim Lesen des Eintrags, wie ich beim erneuten Durchleben dieses einprägsamen Abends. Also bis bald.
Ich freue mich auf weitere Geschichten 🙂
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