Hey ho, mal wieder packe ich den guten alte Flughafenpost aus. Denn endlich sind Sommerferien und ich befinde mich auf dem Weg nach Deutschland. Nach einem anstrengenden Schuljahr freue ich mich sehr auf die Ferien und was diese so mit sich bringen. Da ich keinen großen Plan habe, was ich gleich schreibe, wird es vermutlich wieder eine wilde Aneinanderreihung von verschiedenen Topics. Also viel Spaß damit.
Am Dienstag machte ich mir das erste Mal intensiv Gedanken über das Packen und visualisierte mich am Flughafen und realisierte ein klitzekleines Problem. Letzten Sommer bin ich ja mit dem Rad von Deutschland nach Istanbul gefahren, demzufolge hatte ich meine Fahrradtasche zum Transport eines Rades noch in Deutschland und nicht in meiner Wohnung in Istanbul. Somit hatte ich nichts, wo ich mein Fahrrad reinpacken konnte. Dies weniger als 40 h vor Abflug herausfinden, hat mein Herz kurz höherschlagen lassen, aber ich habe mich schnell dafür entschieden, dass dies ein Problem für den nächsten Tag ist. Nach einer letzten morgendlichen Fahrradtour musste ich dann wohl oder übel eine professionelle Tasche für Rennräder erwerben. Gut für die Safety des Fahrrads (hoffe ich zumindest) aber schlecht für den Geldbeutel. Gestern war ich noch gut genervt von der Tasche und der äußerst anstrengenden Installation des Fahrrads in dieser. Heute bin ich ein riesiger Fan davon, denn die Rollen an der Tasche machen es sehr einfach, die Tasche zu transportieren, wenn jetzt noch das Rad ohne Schäden ankommt, bin ich super happy.
Jetzt fragt man sich natürlich warum ich mein Rad über mit nach D nehme. Aber da ich voraussichtlich bis zum Ende der Ferien hier bleiben werde, brauchte ich unbedingt eines. Des weiteren stehen auch zwei sportliche Ereignisse auf dem Programm bei dem ich dieses Fahrrad nutzen möchte. Zum Einen werde ich im Juli den Stonemen machen. Der Stonemen ist eine Rennradtour durch das Erzgebirge, welche durch Sachsen und Tschechien verläuft. Insgesamt ist diese etwa 290 km lang, vermutlich ohne verfahren, also wird es bei uns bestimmt länger. Auf dieser Strecke müssen zusätzlich noch insgesamt 4900 Höhenmeter bewältigt werden. Also absolut kein Kindergarten. Und da wir versuchen werden, den goldenen Pokal zu holen, haben wir dafür genau 24 h Zeit. Bedeutet ungefähr der Tag beginnt irwann 04.30 Uhr mit aufwachen und Frühstück und dann geht es ab 05.00 – 05.30 Uhr ab auf das Fahrrad und dann wird vermutlich pedaliert bis die Sonne wieder unter geht. Oder vielleicht auch länger, je nachdem wie schnell wir sind. In meiner Vorbereitung bin ich nun mittlerweile bis zu 200 km gefahren und muss sagen, es ging mir wirklich gut damit. Aber ich freue mich auf die Herausforderung und das Erlebnis. Und mit Sicherheit wird es einen kleinen Post dazu geben. Ich persönlich bin aktuell fest davon überzeugt, dass dies für mich machbar ist. Ich hoffe, dass die doch eher ungewöhnlichen Trainingsmethoden meines Mitstreiters sich auszahlen und er auch fit in die Pedalen treten kann, wenn es so weit ist.
Als besonderes Highlight gleich zu Beginn meiner Ferienzeit steht das Comeback von Torpedo Sellerie auf dem Programm. Sind wird durch Corona etwas außer Tritt geraten, steht nun die Rückkehr auf die große Bühne des Gerümpelturniers an. Als einer der Mannschaften, die dieses Turnier bereits mehrmals bereichert und geprägt haben, gilt es, unserem guten Ruf gerecht zu werden und unserer Favoritenrolle gerecht zu werden. Worin genau wir die Favoriten sind, weiß ich zwar noch nicht, aber es wird mit Sicherheit ein sehr unterhaltsamer Tag mit hoffentlich passablen Fußball. Und zumindest für ein was kann ich garantieren, rein äußerlich werden wir eine große Augenweide sein.
Ansonsten stehen meine Sommerferien besonders unter dem Augenmerk der Ironman-Vorbereitung. Wie ich bestimmt bereits mal erwähnt hatte, nehme ich im November an einem Ironman 70.3 teil, dies ist im Prinzip, die Hälfte des richtigen Ironman. Und mittlerweile muss ich sagen, dass sich mein Training in den letzten Monaten echt bezahlt macht und ich in super Rad- und Laufform bin. Jedoch ist da noch Luft nach oben und daran will ich arbeiten. Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Schwimmen und dass ich dieses endlich mal systematisch trainiere. Aber auch da denke ich, dass ich diesen Sommer mehr als einen Quantensprung machen kann und beträchtliche Fortschritte erreichen kann. Also drückt mir die Daumen, ich habe weniger Lust bei meinem ersten Ironman auszuscheiden, weil ich die Cut-off Time des Schwimmen nicht geschafft habe, also die Motivation ist hoch.
Das soll es auch schon wieder gewesen sein. Ich verspreche hoch und heilig mich nochmals in den Sommerferien zu melden. Als bis dahin 🙂