Sommerferien ohne Radreise – geht das?

Moin Moin. Nach gefühlt den ganzen Sommerferien melde ich mal wieder. Und gelobe schon mal vorab Besserung, dass ich mich wieder häufiger mit der Pflege meines Blogs beschäftigen werde. Heute gibt es auch gleich ein besonderes Highlight, etwas was so noch nie gab bei meinem Blog. Lest also sehr genau, vielleicht findet ihr es heraus 🙂

Eigentlich hatte ich ja wieder Lust auf eine Radreise. Dieses Mal sollte es durch die Türkei gehen. Der Plan war schon länger im Kopf, und ich hatte wirklich Bock drauf. Am Ende hat es aber nicht geklappt – und rückblickend war das wahrscheinlich sogar genau das Beste, was passieren konnte.

Denn nur dadurch hatte ich plötzlich Zeit, mich auf den Ironman 70.3 vorzubereiten. Und das hieß für mich vor allem: endlich schwimmen lernen. Also richtig schwimmen. Klar, Brust konnte ich, aber Kraul? Keine Chance. Nach ein paar hilflosen Versuchen mit YouTube-Videos war mir schnell klar: das wird so nichts, ich brauche einen Trainer.

Die ersten Einheiten waren ehrlich gesagt ein kleiner Überlebenskampf. 25 Meter am Stück kraulen fühlten sich an, als würde ich ertrinken – mit Schnorchel, chaotischer Technik und ohne Plan. Aber dann ging es plötzlich schnell voran. Ich habe in den letzten Wochen jede Woche über 4000 m geschafft – wahrscheinlich mehr als in meinem ganzen Leben davor.

Natürlich kam irgendwann ein Plateau. Die Motivation wurde weniger, die Fortschritte kleiner. Aber genau da half mir mein Trainer wieder auf die Sprünge: zwei Technikschwerpunkte (vollständiger Armzug und Beinausschlag bei der Atmung) und ein neuer Trainingsreiz mit Intervallen auf feste Abgangszeit. Das hat mich direkt nach vorne gebracht – allein der bessere Armzug machte mich deutlich schneller.

Und dann kam die Erkenntnis: Schwimmen kann Spaß machen. Ich hätte das vorher nie gedacht. Es ist nicht nur körperlich, sondern auch total mental. Oft sagt der Kopf: „Das schaffst du nicht.“ Und wenn man es trotzdem probiert, merkt man: doch, geht! Genau dieses aus der Komfortzone gehen war spannend – und eigentlich der größte Gewinn der letzten Wochen.

Trotzdem bleibt noch ein weiter Weg. In etwas mehr als zwei Monaten ist der Ironman 70.3, und bis dahin muss ich es schaffen, die Cut-off-Zeit im Schwimmen zu knacken. Im Moment sehe ich mich auf einem guten Weg, aber es gibt noch viele offene Fragen:

Wie wird es sein, im Meer zu schwimmen und nicht im entspannten Pool? Wie komme ich damit klar, dass plötzlich Dutzende Menschen neben, vor und hinter mir schwimmen werden? Wie sehr strengt mich die Wellenbewegung an, und wie viel schwieriger ist es im Meer im Vergleich zum Becken? Und welchen Einfluss hat der Neoprenanzug auf Technik, Atmung und Tempo?

Es gibt also noch einige Unbekannte, auf die ich zumindest teilweise eine Antwort finden sollte. Aber genau das macht es auch spannend: der Weg ist noch nicht zu Ende, und ich weiß, dass ich immer wieder gefordert sein werde, über die eigenen Grenzen hinauszugehen.

Am Ende bin ich froh über meine Anmeldung zum Ironman 70.3, weil sie mir den Druck gegeben hat, das Schwimmen endlich mal richtig anzugehen. Und ich bin auch irgendwie froh, dass die Radreise nicht geklappt hat, weil sonst wäre das total in die Hose gegangen beim Ironman. Die Tour durch die Türkei läuft mir ja nicht weg – vielleicht nächstes Jahr, denn dann ist meine Technik hoffentlich so solide, dass ich dann auch im Freiwasser trainieren kann, was bei einer Radreise natürlich leichter zu finden ist, als eine Schwimmhalle.

Der Rest der Ferien wird jetzt weniger spektakulär: Schule vorbereiten und weiter schwimmen, laufen – das Rad ist nämlich aktuell kaputt und ich muss bis Istanbul warten bis ich da was machen kann – und ich vermisse mein Fahrrad wirklich sehr. Aber naja, vielleicht löst ja Schwimmen bald Radfahren als Lieblingsbeschäftigung ab – wer weiß?

Sooo konntest du herausfinden, was das besondere an diesem Eintrag war? Dann schreib es mir doch. 😀

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